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VereinsturnenSport tut weh – Über das Trainingswochenende am 14./15. März der Gerätesektion des TV Opfikon- Kloten
Topmotiviert starten wir am Samstag zur schönen Mittagszeit ins
diesjährige Trainingsweekend. Ein paar besonders hart gesottene haben in
familiärer Atmosphäre bereits um neun Uhr angefangen. Die grosse
Mehrheit muss aber nicht auf ihren geliebten Schlaf verzichten und
taucht pünktlich zur Mittagsstunde in der Turnhalle Halden auf. Die
Stimmung ist gut, die Glieder sind (noch) locker. Um sieben Uhr abends heisst es dann endlich: Feierabend. Im Stammlokal des TVOK lassen ein paar TurnerInnen den Tag noch einmal Revue passieren und geniessen es, Seele und Beine baumeln zu lassen. Bald ist jedoch Bettruhe angesagt, denn es steht noch ein weiterer Trainingstag bevor. Sonntags um neun beginnt für sämtliche Mitglieder der Gerätesektion der zweite Turntag. Es wartet eine Überraschung auf sie: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat eine heimtückische Krankheit die weiblichen Mitglieder unseres Vereins heimgesucht. Infolgedessen ist es für die Klopfiker Frauen schier unmöglich, ein Bein zu heben. Bei manchen ist das linke betroffen, bei andern wiederum das rechte. Die Schmerzen greifen bei den meisten auf weitere Körperteile über, was Stehvermögen und Fortbewegung deutlich beeinträchtigt. Auch Männer sind betroffen. Man munkelt, die schmerzliche Krankheit sei Folge des ersten Trainingstages. Bewiesen ist jedoch nichts. Doch das Leiterteam lässt trotz vielen Betroffenen keine Gnade walten, auch am Sonntag ist wieder Turnen an Sprung, Boden und Schaukelringen angesagt. Es folgt das absolute Highlight des Wochenendes: Das Mittagessen im Frohsinn. Wie jedes Jahr werden wir mit grossen Portionen, einem spendierten Dessert und gediegener Atmosphäre im eigenen Speiseraum verwöhnt. Nach diesem Schmankerl machen wir uns auch keinen Kopf über die fragenden Blicke, als wir uns humpelnd und stöhnend im Einheitstenue durchs Restaurant nach draussen kämpfen. Die etwas längere Mittagspause lassen wir in der Halle ausklingen. Die noch aufgestellten Geräte und insbesondere Matten bieten einwandfreie Möglichkeiten zum gediegenen Mittagsschläfchen. Zwar liegen wir schnell auf den bequemen Matten, geschlafen wird schlussendlich aber doch nicht. Die Ruhe in der Halle wird nämlich immer wieder von in selbstgebauten Raumschiffen herumeiernden „Ausserirdischen“, Hoolahoop-Tänzern und eifrigen Paparazzi gestört. Nun haben Motivation und Konzentration schon etwas gelitten, doch noch steht das berühmt berüchtigte Bodentraining aus. Wir reissen uns noch einmal zusammen. Zwar hallen ab und zu Stöhnen und wehleidiges Schnaufen durch die Halle, aber alles in allem überstehen wir diese letzte Etappe erstaunlich gut. Dies ist wahrscheinlich vor allem unseren Leiterinnen zu verdanken, die zum Schluss gnädig gestimmt sind und ihre lädierten Schäfchen nicht mehr für das Ausbleiben der akrobatischen Elemente bemängeln. Dafür ist ihnen wohl nicht nur die Autorin dankbar. Ausklingen lässt das doch anstrengende Wochenende Geschichtenerzähler Reto. Er nimmt die nach einigen gemeinsamen Lockerungsübungen und gegenseitigen, chiropraktischen Eingriffen relaxten Klopfiker mit in den moosigen Wald. Leider, leider bleibt auch dieses Trainingswochenende nicht jeder von Verletzungen verschont. Während dem sonntäglichen Schaukelringtraining hat eine Abgangsmatte überraschend einen Satz zur Seite gemacht, gerade als Mäse die Ringe zum Saltoabgang losgelassen hat. Daraufhin haben Mäses Füsse mit dem gnadenlos harten Hallenboden Bekanntschaft geschlossen. Auch Dalias Fussgelenk ist in Mitleidenschaft gezogen. Es hat den Absatz zwischen Matte und Bodenfilz zum Balanceduell herausgefordert. Und verloren. Der Rest der Gerätesektion geht am Sonntagabend glücklich und ohne grösseren Schaden nach Hause. Er wird sich am Abend noch etwas Ruhe gönnen. Einige Glückliche finden eventuell einen freiwilligen Masseur, andere nehmen ein Bad und wiederum andere schmieden Pläne, wie sie in der folgenden Woche am besten jegliche Art von Treppen oder Steigungen umgehen können.
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