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Mai 2008

Kunstturnen Mädchen

Grosse Konkurrenz in Rüti

Die Zürcher Kantonalen Kunstturnerinnentage fanden dieses Jahr am 17./18. Mai in Rüti ZH, gleich neben dem regionalen Leistungszentrum, statt. In der Hoffnung dass die besondere Atmosphäre dieses Ortes auf die eigenen Turnerinnen abfärben würde, reisten ungewöhnlich viele Teilnehmerinnen aus der ganzen Deutschschweiz an. So mussten sich die Kunstturnerinnen aus Opfkon-Glattbrugg gegen ein äusserst grosses Konkurrenzfeld behaupten. Fast alle Opfikerinnen waren dieser Aufgabe gewachsen.

Die vier jüngsten Wettkampfteilnehmerinnen aus Opfikon-Glattbrugg mussten sich gegen unglaubliche 149 Konkurrentinnen im Programm 1 durchsetzen. Ihr Ziel war es, sich im Mittelfeld klassieren zu können und sich gegenüber dem letzten Wettkampf noch einmal steigern zu können. Dies gelang Vivienne Kaiser, Sarah Bieri, Serena Rossetti und Larissa Jossi.

Trotz Nervosität vor dem Wettkampf absolvierte Larissa einen sehr guten Wettkampf. Dies bedeutete den hervorragenden 66. Rang. Auch Sarah Bieri bestätigte ihre Leistung vom letzten Wettkampf und wurde 79ste.


Larissa Jossi turnte trotz Nervosität einen ausgezeichneten Wettkampf

Einen nicht ganz so guten Tag erwischte Vivienne. Sie zeigte zwar eine ausdrucksstarke Darbietung am Boden, doch schlichen sich an den anderen drei Geräten viele unnötige Patzer ein. Sie beendete den Wettkampf auf dem 111. Rang. Etwas dahinter, auf dem 123. Platz, landete Serena. Obwohl sie sich sehr Mühe gab, verlief der Wettkampf für sie nicht optimal und sie war besonders traurig über den Sturz am Balken nach dem Handstand. Trotzdem liess sie schlussendlich 30 Turnerinnen hinter sich, dies ist doch eine beachtliche Leistung!

In der höheren Kategorie Programm 2 turnte Majella Habegger für den Turnverein Opfikon-Glattbrugg. Sie bot den Zuschauern wie gewohnt am Sprung einen einwandfreien Überschlag übers Pferd und konnte auch den Abgang am Barren wieder ohne Probleme turnen. Doch leider bekam sie am Boden durch das Fehlen einiger Pflichtelemente eine entsprechend tiefe Note, worauf sie sich auf dem 104. Rang klassierte.

TV Opfikon-Glattbrugg auch am Sonntag vertreten

Am Sonntag in der Früh, genauer gesagt um sieben Uhr morgens durften die noch etwas schläfrigen P3 Turnerinnen Alina Dintheer, Muriel Erni, Flurina Rathgeb, Nuria Terrafino, Wendy Habegger und Romy Wiestner ihr Können unter Beweis stellen. Alina turnte gewohnt sauber und souverän und erreichte am Boden die Traumnote 12.00. Doch klappte am Barren nicht alles wie geplant, was sie einige Ränge nach hinten, auf den (immer noch sehr guten) 37. Platz warf. Ebenfalls sehr weit vorne, auf dem 39. Rang, klassierte sich Muriel. Auch sie zeigte eine fulminante Bodenübung und turnte an den anderen drei Geräten ebenfalls äusserst zufrieden stellend.
Sehr nahe beieinander standen Romy, Flurina und Wendy (53, 54 und 56) auf der Rangliste. Romy und Flurina lieferten sich ein Kopf-an-Kopf Rennen. Beide turnten sehr ausgeglichen und wo die eine etwas patzerte, holte die andere wieder auf.

Anders bei Wendy: Sie startete hervorragend in den Wettkampf und absolvierte drei Geräte sicher und schön. Doch dann erlebte sie am letzten Gerät, dem Balken, ein regelrechtes Sturzfestival. Bei sieben geturnten Elementen glitt sie sechs Mal vom Gerät. Als sie dann beim Salto- Abgang noch zu Boden greifen musste, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, konnte sie nur noch lächelnd den Kopf schütteln.


Nahm Sturzserie am Balken mit Humor: Wendy Habegger

Etwas unter ihrem Können turnte Nuria. Sie zeigte zwei gute Sprünge, an den anderen drei Geräten waren ihre Darbietungen jedoch etwas zu zögerlich und unsicher. So landete sie auf dem 61. Rang.

Das Wettkampfwochenende schlossen die grössten Turnerinnen im Programm 5 ab. Mit von der Partie war auch Tamara Künzli aus Glattbrugg. Wie gewohnt strahlte sie am Boden und überzeugte auch am Sprung. Doch am Zittergerät Balken musste sie drei Stürze verbuchen. Schlussendlich konnte sie mit ihrem 11. Rang in einem eher kleinen Teilnehmerfeld zufrieden sein.

Ob die besondere Atmosphäre abgefärbt hat, sei nun so dahingestellt. Jedenfalls bestand bei allen Programmen das halbe Teilnehmerfeld aus Turnerinnen aus den verschiedenen Leistungszentren der Schweiz, was die Aufgabe für die drei Mal in der Woche trainierenden Opfikonerinnen erschwerte. Doch sie vermochten sich alle in ihrem Programm zu beweisen und fielen nirgends besonders negativ auf. Nach dieser letzten, bestandenen Bewährungsprobe können sich nun alle Mädchen auf den Oberlandcup in Uster freuen. Nebst diesem Wettkampf, an dem die Freude am Turnen im Vordergrund steht, finden dieses Jahr nur noch die Schweizer Meisterschaften statt. Wir hoffen natürlich, dass sich auch Turnerinnen aus Opfikon-Glattbrugg dafür qualifiziert haben.

Milena Brasi top

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