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Mai 2007

Kunstturnen Mädchen

Wettkampfwochenende in Romont

Jedes Jahr fährt die Kunstturnriege aus Opfikon- Glattbrugg anlässlich eines ausserkantonalen Wettkampfes für ein ganzes Wochenende an den Austragungsort. Dieses Mal besuchten sie das bei Fribourg gelegene Städtchen Romont, wo am 28. und 29. April die Kantonalen Kunstturntage Berns und Freiburgs ausgetragen wurden.

Schon um sieben Uhr früh brachen die Kunstturnerinnen am Samstag Morgen mit dem Stadtbus und einem weiteren Auto in Richtung Romandie auf. Es schien ein schöner, sonniger Tag zu werden. Nach einer zweistündigen Fahrt und der Auskundschaftung der beiden Turnhallen, begann für die Opfikerinnen das Wettkampfwochenende mit den Darbietungen der drei P1 Turnerinnen Majella Habegger, Annick Lussi und Larissa Jossi. Die drei genossen die Unterstützung aller anderen Mädchen aus Opfikon sichtlich und waren umso mehr bemüht, eine gute Leistung zu zeigen. Dies gelang den dreien auch ziemlich gut. Annick begann ihren Wettkampf mit einem super Handstand auf dem Balken. Offensichtlich war sie davon so überrascht, dass sie beinahe den Rest der Übung vergass. Zwar turnte sie an allen Geräten ausgeglichen, konnte jedoch nicht das Beste aus sich herausholen. Schlussendlich landete sie auf dem 77. Rang; bei über hundert Teilnehmerinnen im P1 bestimmt keine schlechte Leistung.


Die P1-Turnerinnen waren voller Elan dabei

Auch Larissa turnte einen soliden Wettkampf. Sie konnte sich nach einem guten Wettkampf über den 64. Platz freuen.

Noch etwas weiter vorne, auf dem 50. Rang, fand sich Majella wieder. Sie turnte am Boden zu schnell und stellte dann ihr ausgefeiltes Improvisationstalent unter Beweis, mit dem sie die restliche Spielzeit füllte und mit dem Schlusston der Bodenmusik eine Schlussposition kreierte.

Nun hatte die erste Gruppe ihren Wettkampf hinter sich gebracht und bis zum grossen Auftritt der EP- Turnerinnen, die als nächste dran waren, blieb noch etwas Zeit. So entschloss sich das Leiterteam nach dem Mittagessen mit den Mädchen das Hallenbad der Einturnhalle zu besuchen. Gross war dann jedoch die Enttäuschung, als die Kunstturnerinnen vor verschlossenen Türen standen und ihnen mitgeteilt wurde, das Hallenbad sei nicht öffentlich und nur für einheimische Vereine zugänglich. Es galt, eine neue Beschäftigung für die Mädchen zu finden. Da niemand aus Opfikon in Romont ortskundig war, ging es trotz schönstem Wetter ins eigens eingerichtete Sportkino der Wettkampfhalle. Die Zeit verflog wie im Flug und so fanden sich alle Opfikonerinnen bald wieder zu einer grossen Fangemeinde auf dem Wettkampfplatz zusammen, um die EP- Turnerinnen anzufeuern. Dies taten sie so engagiert, dass der Speaker sie einmal auffordern musste, sich zu beruhigen, um die anderen Wettkampfteilnehmerinnen nicht zu stören.

Die EP- Teilnehmerinnen Sarah Bieri, Vivienne Kaiser, Delia Von Mühlenen und Serena Rossetti störte die Unterstützung überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Sie gingen immer mit einem Schmunzeln ans Gerät und wollten wie die P1 Turnerinnen der Fangemeinde etwas bieten.
Für Sarah war es der allererste Wettkampf, hatte sie bis jetzt wegen ihrem gebrochenen Arm immer zusehen müssen. Nach einigen Startproblemen am Barren führte sie eine souveräne Balkenübung vor. Ganz lässig und elegant brachte sie die Übung hinter sich. Ebenso sicher turnte sie an Boden und Sprung. Sie schnappte sich an ihrem ersten Wettkampf mit dem 9. Rang die letzte Auszeichnung. Super!
Für Vivienne lief es fast ebenso gut. Auch sie reüssierte am Balken und auch die Barrenübung liess sich sehen, doch glückten am Boden nicht alle Elemente und auch am Sprung machte sich ein wenig Unsicherheit bemerkbar. Vivienne klassierte sich im Mittelfeld auf dem 14. Schlussrang. Delia und Serena erlebten beide Hochs und Tiefs in Romont. Während Serena am Balken glänzte, am Barren zum ersten Mal die Rückwärtsfelge ohne Sturz klappte, sie aber dafür am Boden einige Abstriche in Kauf nehmen musste, führte Delia eine fabelhafte Bodenübung vor, und musste am Balken eine tiefe Note einstecken. Serena und Delia wurden 19. bzw. 20-ste.

Als letzte Opfikerin ging am Samstag auch noch Tamara Künzli in der Kategorie P5 Juniorinnen an den Start. Sie schlug sich gewohnt wacker und klassierte sich dank einem fabelhaften Sprung und einer sehr schönen Balkenübung auf dem 14. Schlussrang.

Abends machte sich die Kunstturnerinnenriege auf zu einem nahe gelegenen Restaurant, wo alle gemeinsam zu Abend essen konnten. Nebst dem Essen war auch die Stimmung sehr gut und nachdem sich die Mädchen auf dem Spielplatz vor dem Lokal ausgetobt hatten, wurde die Fahrt nach Avenches, zur Unterkunft, in Angriff genommen. Nach einem langen Tag erreichten die Turnerinnen abends um 21.30 Uhr endlich die Jugendherberge in Avenches. Die Betten wurden schleunigst bezogen und schon bald herrschte, vor allem in den Zimmern der P2 und P3 Turnerinnen, die am Sonntag noch turnen sollten, Ruhe.

Am Sonntag in der Früh, nach dem Frühstück, Zusammenpacken der Sachen und Frisieren brachen die P2 Turnerinnen vor den anderen zur Einturnhalle auf. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten der Fahrerin trafen sie doch noch rechtzeitig zum Einturnen ein. Trotz grossem Chaos in der Einturnhalle waren Nuria Terrafino, Romy Wiestner und Flurina Rathgeb bemüht, konzentriert einzuturnen. Als dann eine Stunde später der Einmarsch auf den Wettkampfplatz stattfand, sassen bereits alle anderen Mädchen und Trainer/innen des TVO auf den Zuschauerrängen; bereit zum anfeuern.


Flurina zeigte einen tollen Wettkampf

Flurina legte gleich zu Beginn einen super Sprung hin. Auch an Barren, Balken und Boden konnte sie gute Leistungen erbringen, welche ihr zum ausgezeichneten 28. Rang verhalfen. Leider verpasste sie die Auszeichnungen um nur gerade zwei Ränge. Fünf Plätze hinter Flurina klassierte sich Nuria. Sie turnte an allen Geräten sehr ausgeglichen und sicher. Nicht ganz so sicher war Romy am Balken. Sie musste zwei Stürze in Kauf nehmen und vergass zu allem Überfluss noch den Strecksprung, was noch mehr Abstriche zur Folge hatte. Obwohl sie an den anderen Geräten wesentlich besser geturnt hatte, warf sie dieser Fauxpas weit nach hinten auf den 43. Platz, was aber bei 78 Teilnehmerinnen immer noch eine gute Rangierung bedeutet.

Da den Mädchen nach diesem Durchgang etwas Zeit blieb, beschlossen die Leiter/innen, das Restaurant, in dem sie am vorigen Abend gespeist hatten, noch einmal zu besuchen, um sich und den Mädchen ein Glacé zu gönnen. Bei einem Spaziergang zum Lokal konnten sich alle ein wenig die Beine vertreten man genoss die kleine Süssigkeit am Nachmittag. Anschliessend durften sich die Mädchen noch einmal auf dem Spielplatz austoben, ehe es zurück in Richtung Wettkampfhalle ging.

Am späten Sonntag Nachmittag durfte als letzte Turnerin aus Opfikon- Glattbrugg Muriel Erni im P3 ihre Übungen vorführen. Auch sie war sehr erfreut über ihre grosse Fangemeinde und gab Vollgas. Am Boden konnte sie zum ersten Mal die ganze Kür mitsamt allen Akrobatikbahnen durchziehen. Auch der Sprung und die Balkenübung gelangen Muriel. Leider wurde die Freude über drei gut absolvierte Geräte am Barren etwas gedämpft. Die Kampfrichter zogen Muriel unrechtmässig ganze zwei Punkte ab, was eine ausserordentlich tiefe Gesamtnote zur Folge hatte. Nichtsdestotrotz konnte Muriel als 35ste von 43 Turnerinnen stolz das Wettkampfwochenende der Opfikonerinnen abschliessen.


Gruppenfoto vor dem Wettkampfareal

So hiess es um 18.00 Uhr Abfahrt Richtung Opfikon. Die zweistündige Fahrt nach dem langen Wochenende liess fast über die ganze fröhliche Truppe die grosse Müdigkeit hereinbrechen, sodass sich schlussendlich alle nach dem eigenen warmen Bett zu Hause sehnten.
Alles in allem war es ein sehr angenehmes Wochenende, was einerseits dem schönen Wetter und andererseits auch der guten Stimmung der Mädchen und Trainer/innen untereinander zu verdanken war. Sicher konnten die Turnerinnen nebst den tollen Geschenken vom Gabentisch auch einige wertvolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Milena Brasi top

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