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April 2006

Kunstturnen Mädchen

Saisonbeginn der Kunstturnerinnen

Mit den Zürcher Nachwuchswettkämpfen wurde die Saison der Kunstturnerinnen so richtig lanciert. Der erste Ernstkampf mit dem neuen Wertungssystem (die Traumnote 10 ist Vergangenheit) brachte einige erstaunte Gesichter, grübelnde Kampfrichterinnen, nachdenkliche TrainerInnen und eine Menge sehr guter Leistungen. Glücklicherweise gab es auch bei den Opfikerinnen bereits zum Saisonstart einige Highlights.

Eröffnet wurde der Wettkampf am frühen Morgen von den P1-Turnerinnen. Für Annick Lussi und Majella Habegger ist dies die erste richtige Wettkampfsaison. So ist es normal, dass sie dieses Jahr noch etwas Lehrgeld zahlen müssen. Beide konnten zwar einen grossen Patzer verhindern, turnten aber allgemein noch zu ungenau und zu hastig, sodass sich immer wieder unnötige Fehler einschlichen, die zum Teil bis zur Aberkennung des Elements führten. Die Plätze 57 für Majella und 64 für Annick können sie sicherlich bereits im nächsten Wettkampf verbessern.

Weiter gings mit den Turnerinnen im "Offenen Programm". Dies ist die einzige regionale Kategorie, die im neuen System noch erhalten bleibt und ersetzt die letztjährige "Züri Kür". Mit Tamara Künzli, Maya Altorfer und Maya Oertig waren gleich drei Opfikerinnen am Start. Die beiden Mayas lieferten sich ein internes Duell, wobei beide am Sprung eine solide Leistung zeigten. Leider mussten sie am Balken Federn lassen, kämpften sich aber am Boden wieder zurück, sodass sich Maya Altorfer auf dem achten und knapp dahinter Maya Oertig auf dem neunten Rang klassieren konnten. Einen tollen Tag erwischte Tamara. Zwar musste auch sie am Balken einen Patzer hinnehmen, zeigte aber an den restlichen drei Geräten saubere Darbietungen. Vor allem auch dank einer ausdrucksstarken Bodenkür durfte sie sich über den tollen vierten Rang freuen, der mit einer Medaille belohnt wurde!

Im P5, der höchsten nationalen Kategorie der Amateur-Turnerinnen, startete Martina Gut. Am Sprung und vor allem am Boden zeigte sie eine souveräne Leistung und meisterte alle Salti problemlos. Leider stürzte sie am Balken und am Barren noch bei den neu eingebauten Elementen, sodass sie sich mit dem 7. Schlussrang zufrieden geben musste.

Mit Alina Dintheer, Flurina Rathgeb, Muriel Erni, Nuria Terrafino, Romy Wiestner und Wendy Habegger startet die grösste Opfiker Fraktion dieses Jahr im P2. Und sie starteten gleich fulminant! Romy und Nuria konnten zwar am Balken noch nicht reussieren. Beide kämpften sich aber am Boden wieder zurück und zeigten zum Abschluss eine gute Barrenübung, womit sie sich auf den Rängen 41, resp. 45 klassieren konnten. Auch Flurina und Wendy gelang der Start am Balken nicht. Flurina zeigte danach aber eine schöne Bodenübung und beide Turnerinnen meisterten den Sprung souverän, so dass sie sich auf den guten Rängen 31. und 35 platzierten. Alina zeigte bis auf den Balken einen tollen, sauberen und überzeugenden Wettkampf. Nicht zuletzt dank ihrem super Pferdsprung konnte sie sich auf dem tollen 21. Rang klassieren. Leider verpasste sie damit eine Auszeichnung um nur einen Platz! Eine solche Medaille erkämpfte sich Muriel! Sie war die einzige Opfikerin, die den Balken mit Bravour meisterte und sich damit eine tolle Ausgangslage verschaffte! Da sie auch die übrigen Übungen stilsicher vorführte, konnte sie am Schluss den sensationellen 10. Rang feiern! Bravo!

Das war er also, der erste Wettkampf mit dem neuen, erschwerten Wertungssystem. Zwei Dinge sind nach diesem Wochenende festzuhalten. Erstens: Egal, wie die Wertung zustande kommt - die beste Turnerin gewinnt noch immer. Zweitens: Durch diese erneute Erschwerung gibt es ab dem P3 noch weniger Turnerinnen, da diese Sportart auf diesem Niveau nur noch als Leistungssport, aber nicht mehr als Breitensport betrieben werden kann. Ob dies der Spitze in Zukunft helfen wird??? Wir werden es sehen...

Jacky Laurino top
 

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