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April 2011

Jahresbericht Männerriege 2010

Jahresbericht 2010 des Obmanns der Männerriege Opfikon-Glattbrugg (GV, 28. Januar 2011)

Liebe Turnkameraden,

Auch mein 8. Vereinsjahr als euer Obmann brachte mir wieder viel Freude und Genugtuung. Obschon nicht grosse Spezialanlässe wie im vorangegangenen Jubiläumsjahr 2009 im Programm standen, war das Berichtsjahr 2010 mit 36 ordentlichen Turnabenden (inkl. anschliessender Biertischrunde gemäss Wirtschaftsplan) und 10 „ausserhallischen“ Anlässen doch wieder gut und ausreichend bepackt.

Es begann aber hart und traurig für unsere MRO: Am 1. Februar 2010, nur drei Tage nach der letzten GV, verstarb in seinem 73. Altersjahr unser langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied Franz Weber 36. Seit 1965, also 45 Jahre lang, war Franz dabei und er war über diese Zeit im wahren Sinne des Wortes eine tragende Säule unserer Gemeinschaft. Von allem Anfang an bis zuletzt war Franz ein leidenschaftlicher, unermüdlicher Faustballer. Mit 35 schon, wurde Franz als Obmann gewählt und er wirkte als solcher volle 17 Jahre lang, bis 1987. Sehr lange, bis vor wenigen Jahren noch, übte Franz auch das Amt des Hauptturnleiters unserer Riege aus. Franz war auch ein eifriger Berggänger und so kam es, dass er in den letzten Jahrzehnten weit mehr als ein Dutzend Bergturnfahrten unserer MRO organisierte und leitete. Mit grosser Dankbarkeit gedenken wir Franz heute nochmals für seine über Jahrzehnte für unsere Sache geleistete Arbeit.

Franz Weber, geb. am 11.11.1936 / Nachruf

Am vergangenen Montag, am 8. Februar 2010, haben über 40 Mitglieder der Männerriege Opfikon, in der katholischen Kirche St. Anna in Glattbrugg, von ihrem Ehrenmitglied und langjährigen Turnkameraden Franz Weber 36 Abschied genommen.

1965, vor 45 Jahren, ist Franz Weber, im Alter von knapp 30 Jahren, unserer Turnerschaft beigetreten. Es war in der Zeit, als Faustball, als Mannschaftssport, hier so richtig aufkam. Seit paar Jahren spielten die Opfiker damals bereits in der GLTV-Meisterschaft mit. Ein grossgewachsener Mann mit gutem Auge und kräftigem Schlag, wie der Neue es mitbrachte, kam dem damaligen Team um Jakob Bräm natürlich gerade recht. Nur sechs Jahre nach seinem Vereinsbeitritt, 35 Jahre alt erst, wurde Franz Weber bereits zum Obmann der Männerriege Opfikon gewählt. Ein Amt, das er in der Folge mit grossem, nie erlahmenden, stets uneigennützigen Einsatz bis 1987, volle 17 Jahre lang, ausübte. Es war besonders das Faustballspiel, das ihn in dieser Zeit weiterhin faszinierte. Kaum 10 Jahre brauchte die MRO damals, um von der untersten D- bis zur höchsten A-Stärkeklasse aufzusteigen. Eine Leistung, die sicher in grossem Mass auf das Tun und Wirken von Franz zurückgeht. Ehemalige dieser Zeit bestätigen das immer wieder. Nicht nur im Spiel an der Schnur stand er damals immer ganz vorne, auch beim regelmässigen Organisieren von Meisterschaftsrunden und Turnieren im Ort war er d i e massgebende Person. Etwas, was bis vor drei Jahren, im bis dahin regelmäss durchgeführten Spätherbstturnier in den Lättenwiesen dank ihm erhalten blieb.

Eine andere Leidenschaft und Stärke des Verstorbenen, lag in der Fähigkeit des Organisierens und Durchführens der jährlichen MRO-Bergturnfahrt. Sicher weit über ein Dutzend der in der Regel 2-, gelegentlich gar 3-tägigen Wanderungen im ganzen Schweizer Alpengebiet, gehen aufs Konto von unserem Franz. Jede seiner Touren hat er seriös vorbereitet, ausrekognosziert und schliesslich auch erfolgreich geführt. Gerne erinnern sich heute viele von uns an seine letzte, im Sommer 2007, noch von ihm geleitet Tour ins Gebiet der Melchsee Frutt – Engstlenalp – Jochpass – Engelberg mit gegen 30 Teilnehmern.

Weiter bleibt noch die Leitertätigkeit von Franz Weber zu erwähnen. Über lange Zeit, bis vor etwa drei Jahren noch, leitete er regelmässig die montägliche Turnstunde der Männerturner in der Halden. Die nötigen Vorgaben dazu, holte er sich immer wieder in den
vom Turnverband angebotenen Kursen. Als Hauptleiter der Opfiker Männerriegeler führte er den Trupp der Aktivsten zudem lange Zeit auch immer wieder zu den Senioren-Turnwettkämpfen an Regionalen, Kantonalen und gar Eidgenössischen Turnfesten.

In den letzten Jahren nun, durch gesundheitliche Probleme zurückgebunden, reihte sich Franz, soweit es ging, noch als Mitturner bei der Seniorenturngruppe ein. Nicht allein dies, auch in der jeweils anschliessenden Jassrunde, in der Wirtschaft, durfte er nicht fehlen. Einen gemütlichen Jass, vielleicht seine nächstwichtigste Sportart, war ihm seit Anbeginn, bis zuletzt, stets wichtig. Vor gut einem Monat erst, anfangs Januar, stand und sass er letztmals noch auf einer Turnmatte in der Halden und anschliessend beim Bier im Frohsinn. Wenige Wochen später nur, ist unser Kamerad von uns gegangen und leider nie mehr unter uns. Wir trauern um ihn.

Für Jahrzehnte war unser verstorbenes Ehrenmitglied Franz Weber, im wahren Sinne des Wortes eine, wenn nicht d i e tragende Säule unserer Männerriege. Dankbar erinnern wir uns an alles, was er für uns und unsere Sache als Obmann, Turnleiter und lieber Kamerad zeitlebens geleistet und gegeben hat.

Und vor einer Woche genau, am 21. Januar 2011, haben wir mit Adrian Reding, einem weiteren Mitglied aus unserer MRO das letzte Geleit gegeben. Er verstarb im 85. Lebensjahr und verbrachte seine ganze berufliche Zeit in der Swissair, wo er natürlich über Jahre Arbeitskollege vieler unserer Mitglieder war. Zu uns ins Turnen kam Adrian erst 1996, vor 15 Jahren also, das heisst nach seiner Pensionierung. In den letzten Jahren trafen wir Adrian noch an geselligen Anlässen, so letztmals im Sommer an der Jubilarenfeier.

Curling in Wallisellen am 1. März

In den Wintersportferien 2010 gab‘s wieder den Walliseller-Curlingabend. Inzwischen zum 6. Mal schon und einmal mehr vom eben gerade 75 Jahre alt gewordenen Fredy Tschamper organisiert. Die 2x8 Spieler fuhren nach 2-stündigem Spiel mit sich Abmühen und Bäselen und mehr oder weniger grossen Erfolgserlebnissen anschliessend wieder „heim“ ins TVO-Vereinshaus, um den Abend bei heissen Würstli und kaltem Bier in gemütlicher Runde mit mindestens ebensovielen Nicht-Curlern ausklingen zu lassen.

Jass- und Spielabend im Glatthof am 26. April 2010

Der im Vorjahr im Glatthof neu eingeführte Spiel-Mehrkampf erhielt mit rund drei Dutzend Teilneh-mern erneut guten Zuspruch. Mit Glücksjass, Schätzfragen, Pfeilwerfen und Würfeln hatte Fredy Fischer einmal mehr ein interessantes Programm vorbereitet und am Schluss oberakribisch ausge-wertet. Das neue Konzept mit erweitertem Programm, wo teils etwas Glück und Zufall mitspielt, daneben auch etwas vom Können beeinflusst wird, ist allseitig gut anzukommen und kommt wieder.

Armbrustschiessen, BioMech-Besuch und MRO-Jubilarenfest am 12. Juli 2010

Traditionsgemäss, immer in der letzten Turnstunde vor den Sommerferien, läuft seit Langem etwas Besonderes mit abschliessendem Jubilarenfest im Vereinshaus. Diesmal stand wieder ein Arm-brustschiessen auf dem Programm. Dazu,unter dem Titel “Bio Mech Besuch” eine kombinierte Werkstatt- und Biotop-Besichtigung bei Erich Weidmann an der Margarethenstrasse in Glattbrugg.
Beim Armbrustschiessen – das muss so sein – teilten sich die beiden Obmänner Fredy Fischer und Hansueli Bigler das Siegerpodest. Beim Bio-Mech-Besuch beeindruckte das Leistungsvermögen von Erich’s Betrieb bedeutend mehr, als die Zahl bisher gesichteter Eidechsli im aufwändig angelegten Trockenbiotop auf dem Dach des Glattalbahntunnels. 15 Geburtstagsjubilare wurden abschliessend beim Grill beim TVO-Haus gefeiert. Vorab mit 85 die beiden Ältesten: Paul Münger und Ernst Weber.

Artikel für Stadtanzeiger Rubrik “Vereine“ :

MRO Jubilarenfest mit Armbrustschiessen und Bio-Mech-Besuch

Eine frohe Schar aktiv gebliebener, gutgelaunter Mitglieder findet sich am Samstagmorgen des

Die Männerriege Opfikon (MRO) trifft sich regelmässig jeden Montag im Schulhaus Halden. In drei Schichten und in zwei Hallen wird da geturnt und geschwitzt. Anschliessend geht es zur Pflege der Kameradschaft und der körperlichen Erfrischung in ein Restaurant. Aber am letzten Montag vor der Sommerpause läuft alles anders. Da schreiten die Mannen in einen spannenden „Wettkampf“. Die gestellten Aufgaben – es sind jedes Jahr wieder andere – bilden eine Mischung aus Geschicklichkeit, Allgemeinwissen und Glück. Zur Erholung findet man sich danach im TVO-Vereinshaus ein, um gemütlich beisammen zu sein, um gut zu essen und um die Jubilare zu feiern. Jubilare sind alle von 65 aufwärts mit einem runden oder halbrunden Geburttag im laufenden Jahr. Die Jubilare werden gern geehrt, denn es sind schliesslich sie, die die Kosten des Abends bestreiten. Als Trostpreis erhält darum jeder von ihnen noch eine Flache Wein. Dieses Jahr hatten wir 15 Jubilare. Die sechs Männer, die gekocht und gewirtet haben – alles Jubilare.

Nun aber noch ein paar Worte zu unserem diesjährigen Ablauf. Auf Gruppen verteilt und in gestaffelter Zeit fanden wir uns an den Wettkampforten ein. Für mich begann es mit dem Armbrustschiessen. Als ich beim Schiessstand im Rohr eintraf, wurde ich freundlich von unserem Turnkollegen Franz Weber und einigen seiner Vereinsmitglieder begrüsst. Ich bekam eine farbige Karte, ein „Standblatt Armbrustschiessen“ in die Hand gedrückt, auf dem dann meine Schiessergebnisse eingetragen wurden. Mein fachkundiger Betreuer hiess Heinz. Er erklärte mir zunächst die Armbrust. Ein hoch entwickeltes und recht schweres Sportgerät, versehen sogar mit einer kleinen Wasserwaage. Wilhelm Tell war da viel einfacher ausgerüstet. Die Weiterentwicklung macht sich allerdings auch im Preis bemerkbar. So eine Armbrust kostet nämlich heute zwischen fünf bis sieben Tausend Franken.

Dank der guten Instruktion war mir theoretisch alles klar. Das hatte aber keinen grossen Einfluss auf meine Geschicklichkeit oder mein Zielvermögen. Nach drei Probeschüssen wurde es dann ernst. Heinz hat jeweils mit einer Hebelvorrichtung das Stahlseil gespannt und dann ganz vorsichtig den Pfeil, so sagt man dem Holzeisenbolzen, aufgelegt. Fasziniert hat mich jeweils seine letzte Bewegung. Es sah aus, als würde er dem Pfeil mit einer zarten Streichelbewegung alles Gute für den Abschuss wünschen. Aber das hatte nichts mit Zärtlichkeit, auch nichts mit Schützenmagie zu tun, es war ein vorsichtiges Überprüfen, ob der Pfeil richtig in der Schussrinne liegt. Mit Kimme, Korn und Wasserwaage hatte ich meine liebe Mühe. Meine drei Probeschüsse brachten mehr Punkte ein als meine fünf wirklichen Schüsse. Es waren zwei Kameraden unter uns (Freddy Fischer und unser Obmann Hansueli Bigler) die beide das Maxiumum an Punkten erreichten. Hut ab, seit dem ich weiss, wie schwierig das ist.

Der zweite Programmpunkt hiess Bio-Mech und bestand zuerst in einer Information und dann in einer Wissensabfrage, die teilweise mit der Instruktion zu tun hatte. Instruiert wurden wir von unserem Turnkollegen Erich Weidmann. Mit Bio war der im Margaretenquartier gelegene Trockenbiotop auf dem Dach des Glattalbahntunnels gemeint. Zuerst dachte ich, es ist eine Baustelle. Auf einer Länge von 340 m und einer Fläche von 1500 m/2 sieht man ein paar Steinhaufen, etwas Sand, viel Unkraut und einige Dornensträucher. Das soll ein Tummelfeld für Eidechsen werden. Der Sand soll Bienen und andere Insekten anlocken, die Dornenbüsche sollen Vögel abhalten und die Steinhaufen, es sind 16, sollen zu Sommer- und Winterquartieren für Eidechsen werden. Ich habe keine einzige gesehen. Aber Herr Schneebeli von der VGB hat mir versichert, es seien schon einige beobachtet worden. Es dauert einfach noch ein paar Jahre bis es mehr sind.

Gleich neben dem Boitop liegt der Maschinenbaubetrieb Weidmann. Hier war jetzt Erich in seinem Element. Die Firma wurde gleich nach dem Krieg 1945 von seinem Vater gegründet und seit 1955 baut man hauptsächlich (70%) Pressen. 2800 dieser mechanischen Pressen wurden bisher für die Schweiz hergestellt und etwa noch mal soviel für Europa und die ganze Welt. Die Weidmannpressen stehen beispielsweise auch in USA und China. Kunden sind Firmen für Fahrzeug- und Maschinenbau. Ausserdem werden noch spezielle Einzelteile für Dichtungen und anderes hergestellt. Ein Kleinbetrieb mit einer grossen Wirkung.

Nach diesen beiden Informationen wurde mit einem Fragebogen unser Wissen getestet. Da gab es vier Vorschläge für das Gewicht der Bollensteine auf dem Biotop. Wer sich für 880 Tonnen entschied, lag richtig. Dann sollte man die Namen der vier bekannten Eidechsenarten in der Schweiz kennen. Ich kannte keine einzige. Aber ich wusste, dass sie Fleichfresser sind. Schliessslich gab es Fragen zur Firma Weidmann und zum Material das hier verarbeitet wird. Was sind echte, metallische Elemente, was sind Legierungen?

Nach diesen Strapazen kam endlich der gemütliche Teil im Vereinshaus. Eine kleine Aufgabe erwartete uns und noch, das Würfeln. Das Glück war auf meiner Seite. Verglichen mit den anderen Aufgaben hatte ich da mein bestes Resultat. Einige Kameraden waren bereits am Grillen der Poulebrüstli und am Rühren des Risotto. Zuerst gab es einen gemischten Salat und am Schluss noch einen Dessert und Kaffee. Eigentlich wollten wir den Abend draussen geniessen, aber der Regen durchkreuzte diesen Plan, konnte aber der Geselligkeit keinen Abbruch tun. Es gab natürlich auch eine Rangverkündigung. Die grösste Punktzahl erreichte Georges Gross. Von der Ehrung der Jubilare habe ich am Anfang schon gesprochen.

Wir waren 57 Turnkollegen, drei Armbrustschützen (eine davon war eine Dame) und nicht zu vergessen ein 13-wöchiger Labrador unseres Turnkollegen Kurt Wehrli. Der Hund hatte den schönen Namen Sisu. Wäre es ein Weibchen gewesen hätte er Susi geheissen. Ich denke, es ging allen so wie mir. Wir haben den Abend genossen und sind zufrieden nach Hause gegangen. Allen, die den Anlass organisiert und dabei mitgeholfen haben, unsern herzlichen Dank.

Friedjung Jüttner

Bergwanderung im Appenzellerland am 4./5. Sept. 2010

Organisiert von Martin Burri, assistiert von Kari Kuhn, gings diesmal Richtung Appenzellerland mit Übernachtungsziel Kronberg. Via Rapperswil erst bis Urnäsch, wo sich die 27 Teilnehmer in eine Senioren- und eine Elite-Bergwandergruppe aufteilte. Die Älteren mit der Kronbergbahn hinauf-fahrend, die noch rüstigere, grössere Gruppe, die ganze Strecke zu Fuss bewältigend. Sehr gut das verdiente Abendessen im Kronbergrestaurant und geradezu überwältigend das Riesenbuffet am folgenden Morgen. Zum Rückweg nach Appenzell formierten sich gar drei Leistungs-Kategorien, nämlich A) Knieschonende, reine Bahnbenutzer, B) die eher gemütlich zu Tale wandernden Senioren und dann c) die restlichen, sich noch beinahe unverbraucht fühlenden Typen. Wie auch immer, zum Z‘mittag sassen sie wieder vollzählig im Freudenburg ob Appenzell zusammen und abschliessend auch noch beim Appenzeller Kräuterschnaps..

Angefügt der von Georges Gross verfasste und im Stadtanzeiger erschienene Bericht über diese Bergturtfahrt:

Artikel für Stadtanzeiger Rubrik “Vereine“ :

Bergturnfahrt der Männerriege Opfikon

Eine frohe Schar aktiv gebliebener, gutgelaunter Mitglieder findet sich am Samstagmorgen des ersten September-Wochenendes beim Bahnhof Glattbrugg ein. Der Reiseleiter verteilt 27 Kontrollmarken, ein Mitglied sollte beim Zwischenhalt dazu stossen. Zwei Angemeldete sind „No-Shown“. Rund ein Drittel der Vereinsangehörigen besucht also auch dieses Jahr den immer geselligen Anlass. Die Bahnfahrt via Rapperswil und Herisau nach Urnäsch wird wegen einer technischen Störung über eine kurze Strecke aber ohne grosse Verspätung mit dem Regionalbus zurückgelegt. Nach dem obligaten Kaffee mit Gipfeli in der Krone Urnäsch formiert sich die Riege in „zwei Stärkeklassen“. Die elfköpfige Seniorengruppe – mit zwei über 80jährigen ergibt sich ein Durchschnittsalter 74 – absolviert eine zweistündige Bergwanderung über das Haumösli nach Jakobsbad. Trotz fehlender Gaststätten war es eine Sumpftour. Die verflossenen Regentage hatten nicht nur einzelne Wiesenflächen gewässert, vor allem aber die bewaldeten Traversen über manche Bäche in glitschige Wegabschnitte verwandelt. Das trockene aber kühle Wetter verlockt nicht, die Picknickpause übermässig auszudehnen, sodass die Gruppe zielstrebig die Seilbahn zum Kornberg besteigt. Die geländegängigeren sechzehn Männerturner starten den Gipfelsturm über die Grüenau zum Restaurant Blattendürren. Dort trennen sich die Durstigen von den Standhaften, die nach kurzer Rast die Spur zum Gipfel suchen müssen. Das gelingt oft nur dank der Markierungspfähle. Das zweite Feld hat es einfacher, zwanzig Minuten später dem Trampelpfad des ersten Harsts zu folgen. Trotzdem es steil bergauf geht lässt sich die Fernsicht zurück nach Urnäsch geniessen. Nur der Säntis gibt sich beharrlich bedeckt. Nach dem Rucksacklunch bei der Alphütte “Unterpetersalp“ verläuft die Route gleichmässig steil über die Weiden der Petersalp zum Peteralpsattel, Hochpetersalp, Grossbetten, Nusshaldensattel und Dorwees zum Gipfel des Kronbergs. Das Quöllfrisch (Appenzellerbier nicht zu verwechseln mit Wasser aus appenzellischer Bergquelle) ist den Gipfelstürmern nach viereinhalb Marschstunden für 1000 Meter Aufstieg zu gönnen.
Der Rest des Nachmittags vergeht insbesondere beim Bestaunen der zahlreichen unterhalb des Gipfels startenden Gleitschirmflieger, von denen manchmal gleichzeitig bis zu 15 die effizientesten thermischen Aufwinde suchen. Ein sehr bekömmliches Nachtessen lässt eine allfällige Müdigkeit vorübergehend vergessen. Die ersten suchen um 22:00 Uhr die letzten gegen Mitternacht das Nachtlager auf. Die Leistung des ersten Tages lassen fast alle trotz engen Bettstellen und etwas dünnen Matratzen, von den unabwendbaren Schlafnebengeräuschen ganz zu schweigen, den Schlaf der Gerechten finden. Nur Jakob sitzt bereits um 5:30 Uhr rasiert, gewaschen und angezogen auf der Treppe und wartet auf Sonne und Frühstück. Das Frühstück, das vor acht Uhr bereitsteht, präsentiert sich als reichhaltiges ausgezeichnetes Büffet, das alles bietet was das Herz begehr, das Dargebotene prächtig angereichert mit viel Kalorien !!!
Fünf Senioren entscheiden sich, ihren Gelenken zu Liebe mit der Seilbahn ins Tal zu gleiten und mit dem Zug nach Appenzell zu fahren. Sie genehmigen dort auf der Terrasse des Hotels Säntis einen Apéro und steigen dann zum Restaurant Freudenberg auf. Die übrigen 22 Gipfelstürmer steigen zu Fuss in den Innerrhoder Hauptort hinunter. Leichter gesagt als getan. Die ersten 300 m Höhendifferenz sind recht stotzig. Dann geht’s sanft über bestossene Alpweiden. Fritz beschwert seinen Rucksack unterwegs mit frischem Alpkäse. Der letzte Wegabschnitt geht nochmals richtig in die Knie und beschert auch dem einen und dem andern einen unverhofften Absitzer, gottlob ohne Verletzungspech. Im Freudenberg trifft der in fünf Grüppchen zerfallene Hauptharst nach drei bis dreieinhalb Stunden ein. Hungerig geworden verspeisen alle als Mittagessen einen Fitnessteller (nomen est omen). Bei vollem Sonnenschein wandert die Riege durch das schöne Dorf Appenzell, wo sie zufällig den ehemaligen Opfiker Primarlehrer Reichmuth trifft, zur Distellerie Ebnöther. Dort lassen sich die Teilnehmer von der kundigen Luzia den Betrieb erklären und Muster aus dem reichhaltigen Produktesortiment - neben Appenzeller Alpenbitter beispielsweise auch Enzian, Amaretto und ein Dutzend andere Erzeugnisse – kredenzen. Manche finden im Rücksack anstelle der verzehrten Picknicks Platz, ein im Laden zugekauftes Mitbringsel einzupacken.
Das Tagesgespräch auf der Heimfahrt ist vor allem der Frage gewidmet; Halten sie, halten sie nicht?. Zuerst die eine dann die andere Schuhsohle des Berichterstatters zeigten nämlich bereits am ersten, in fortgeschrittenem Mass am zweiten Tag Ablösungstendenzen. Allen Foppereien der lieben Turnkollegen zum Trotz lassen die Schuhe den Träger nicht im Stich. So bleiben die Gummisohlen bei allem Vergrössern der Risse ungefähr an der vorgesehenen Stelle weshalb der allseits erwartete “Sockenmarsch“ nicht stattfindet.
Abschliessend gilt dem Reiseleiter Martin Burri für die sorgfältige und aufwändige Vorbereitung der Bergturnfahrt ganz herzlich zu danken. Er hat assistiert von Karl Kuhn und Albert Bernath Wanderstrecken und Besuchspunkte optimal ausgewählt, rekognosziert und abgewandert. Ein besonderer Dank geht auch an die Fotografen insbesondere Hansueli Bigler, Friedjung Jüttner und Martin Burri. Von deren Werken kann leider nur ein Teil berücksichtigt werden.

Der Berichterstatter
Georges C. Gross

Jassen, Kegeln Plus am 11. Oktober im Forum

Auch das seit Langem jeweils in den Herbstferien organisierte Kegeln und Jassen im Forum, bekam im Berichtsjahr mit der Zugabe „Plus“ eine etwas vielseitigere, interessantere Abwicklung. Über 30 Mann machten mit und massen sich im angebotenen 5-Kampf, diesmal erstmals auch mit der Überraschungsdiziplin „Bibern“. Als Sieger wurde für einmal nicht ein gut trainierter Mann aus der obern oder untern Turnhalle, sondern - mit Walter Leimbacher - ein zuverlässiger, regelmässiger Biertischkamerad gefeiert.

Herbstexkursion ins Post-Briefzentrum Mülligen plus Raclette am 25. November

Eine wirklich hochinteressante Angelegenheit so ein Briefverarbeitungsbetrieb, wie unsere Schweizer Post mit Eclépens, Härkingen und Müllingen deren drei davon laufen hat. Technische Meisterwerke - sie zählen zu den modernsten der Welt - verarbeiten mit ihren total 20'000 Mitarbeitenden täglich rund 15 Mio Briefe, Postkarten, Zeitungen usw. 40 Mann unserer MRO hatten sich bei Fredy Fischer, unserem tüchtigen und umsichtigen Organisator, in die Teilnehmerliste eingetragen und für das anschliessende, gemeinsame Raclette, daheim im TVO-Haus, waren es gar noch einige mehr. Auch das ein inzwischen gut eingebürgerter Anlass. Man freue sich jetzt schon den nächsten im November 2011, mit dem Besuch der nahen SR Technics mit André Derron.

Einweihung der Glattallinie 12 im Glattpark am 11. Dezember 2010

Spontan und mit grossem Helferwille hat die MRO ihre Mitwirkung an dem vom TVO betriebenen Zeltstand zugesagt. Vier Ablösungen zu vier Mann hatten sich im Ablösungs-plan eingetragen, doch leider verlief das Ganze nicht nach den Vorstellungen aller. Obwohl angeblich 50-70'000 Leute die neue Bahnlinie an diesem Tag ausprobierten, fanden nur ein paar wenige den Weg zum Stand der TVO-Familie zu heissem Punsch, Kafi oder Gulasch-suppe. Schade, am guten Willen zum Erfolg fehlte es sicher nicht.

Schlussturnen am 19. Dezember

Nach alter Sitte und dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ findet in der Halle jeweils erst ein kleiner Gruppenwettkampf statt. Diesmal wurde er bestens organisiert von der Spielgruppe. Im anschliessenden Nachtessen im TVO-Vereinshaus kam dann die vor Wochenfrist am Glattalbahnfest übriggebliebe, von Gilles & Co aber sorgsam eingelagerte Gulaschsuppe auf den Tisch. Sie soll immer noch sehr gut gewesen sein.

Und sehr gut und erfreulich, mit durchgehend regem Turnstundenbesuch und den wie üblich gut besuchten gemeinsamen Anlässen, war auch das ganze MRO-Jahr 2010.

Hansueli Bigler,
der nach acht Dienstjahren per Ende 2010 zurückgetretene Obmann
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