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Das Jubiläum unseres Präsidenten
Ein Auszug aus dem Stadt-Anzeiger von Opfikon, Ausgabe vom 31.Juli 2002:
Porträt zum 40. Geburtstag
Bruno Valsangiacomo - Präsident des Turnvereins Opfikon-Glattbrugg
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Bruno Valsangiacomo feiert am 1. August seinen 40. Geburtstag. Während bald 20
Jahren hat er seine Freizeit intensiv dem Kunstturnen gewidmet. Eine lange Zeit
in diesen schnelllebigen Tagen. «Ich bin vielleicht ganz allgemein ein
Sesselkleber.» Die Selbsteinschätzung von Bruno Valsangiacomo mag im ersten
Moment einen negativen Klang haben, doch wer den Glattbrugger näher kennen
lernt, der stellt unschwer fest, dass bei ihm mit dieser Aussage in erster Linie
Konstanz, eine positive Standhaftigkeit und ein starker Durchhaltewille gemeint
sein muss.
Als Ältester von drei Knaben wuchs, der in Zürich Geborene, an der
Talackerstrasse in Glattbrugg heran und verlebte seine gesamte Schulzeit am
Ort. Danach folgte die mathematisch-naturwissenschaftliche Maturität, bevor Bruno
Valsangiacomo das Pharmazie-Studium an der ETH Zürich in Angriff nahm. Die
Ausbildung zum Apotheker begeisterte ihn nie vollständig, und so lenkte er
seine beruflichen Wege in eine andere Richtung.
Seine Begeisterung für geometrische und arithmetische Formeln und Reihen führte
ihn in die Versicherungsbranche, wo er sich schnell in der Sparte «Anlage und
Vorsorge» zum Teamleiter hinaufarbeitete. Die bereits angesprochene Konstanz im
Leben von Bruno hat zur Folge, dass er bis heute bei der selben
Versicherungsgesellschaft, in den gleichen Abteilungen und in einem beständigen
Team arbeitet keine Selbstverständlichkeit in einer wirtschaftlich bewegten
und wechselhaften Zeit.
Diese Zugehörigkeit zu einem Team ist ihm nicht nur bei der Arbeit wichtig,
sondern begleitet ihn auch in seiner sportlichen Laufbahn, die neben dem Beruf
aussergewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt.
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Die klassische Vereinskarriere
Bereits in seiner Kindheit kam Bruno früh mit Sport in Kontakt, denn sein Vater
arbeitete als bekannter Sport- und Rechtsjournalist beim Tages-Anzeiger. Im
Alter von 11 Jahren trat er in die Jugendriege des Turnvereins
Opfikon-Glattbrugg ein, und diesem Verein sollte er bis heute treu bleiben. Er
durchlief die «klassische Vereinskarriere»: Mit jungen 16 Jahren erstmals
Turner-Sektionsmitglied, durfte er gleich in seinem sportlich erfolgreichsten
Vereinsjahr seinen Teil dazu beitragen, dass der Sieg am Eidgenössischen
Turnfest in Genf und die Teilnahme an den schwedischen Gymnastikspielen in Östersund
volle Erfolge wurden. Seine aktive Turntätigkeit bereicherte der junge Athlet
mit einem Vorstandsposten als Presse- und Werbechef im Verein, der 1984 an ihn
herangetragen wurde.
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In mir drin habe ich ein gewisses Pflichtbewusstsein
Die Fähigkeit von Bruno, seine Arbeitskraft für das Wohl einer Gemeinschaft
oder eines Teams einzusetzen, wurde im Turnverein schnell erkannt, und so
folgten mit dem technischen Leiter und dem Vize-Präsidenten weitere
verantwortungsvolle Vorstandsämter. 1997 schliesslich wurde ihm die Ehre zu
Teil, an der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt und am gleichen Anlass
ausserdem zum TVO-Vereinspräsidenten gewählt zu werden.
Der Ehrenämter nicht genug, engagiert sich Bruno neben dem örtlichen Verein
seit 12 Jahren zusätzlich in der Kunstturner-Vereinigung des Kantons Zürich
und amtet dort als technischer Leiter.
Dass ihm die Zukunft der Sportart am Herzen liegt, beweist er einerseits mit
seinem Engagement als fördernder Nachwuchstrainer der Kunstturnerriege Opfikon
und als umsichtiger Vereinspräsident und andererseits mit seiner aktiven
Mitarbeit an der Neugründung des Zürcher Turnverbandes, die für November 2002
angesetzt ist.
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Steckbrief
| Name |
Bruno Valsangiacomo |
| Geburtsdatum |
1.08.1962 |
| Berufsbezeichnung |
Versicherungsangestellter |
| Hobbies (ausser
Kunstturnen!) |
(Varianten-)Skifahren, Inline-Skaten, Lesen |
| liebster Musikstil / -InterpretIn |
Jazz / George Benson |
| bevorzugte Literatur / Autor |
"Philosophisches" / Jostein Gaarder |
| Lieblingsgericht / -getränk |
Ravöölt / Tessiner Merlot |
| bevorzugtes Reiseland /-destination |
Griechenland, Zypern |
| in welche weitere Sportart interessiert |
Leichtathletik, Ski, Eishockey, Fussball, Basketball |
| grösster sportlicher Erfolg / Niederlage |
Siege mit Verein am Eidg. Turnfest 1978 (Genf) + 1984 (Winterthur) /
fehlender SM-Titel im Sektionsturnen |
| Ein prägnanter Satz zu Glattbrugg |
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Irgendwo in den Bergen Rückschau auf die letzten 40 Jahre halten
Obwohl das Kunstturnen für Bruno «nur» ein Hobby ist und er heute
wettkampfmässig etwas kürzer tritt, erstaunt es, wie viel (Frei-)Zeit er dafür
aufwendet: Gut 30 Wochenenden im Jahr an Turnanlässen und -veranstaltungen,
wöchentlich
zwei Trainingsabende leiten und selber mitturnen, unzählige Sitzungen ... ein
solches wohlgemerkt ehrenamtliches! Pensum ist nur möglich, wenn eine
Begeisterung für die Tätigkeit vorhanden ist. Und dies ist bei Bruno
Valsangiacomo offensichtlich der Fall. Auch wenn er nach eigenen Worten nicht
lang-, sondern eher mittelfristig plant, ist anzunehmen, dass die lokale und
regionale Kunstturnerszene auch in Zukunft vom seinem Arbeitseifer und von
seiner ruhigen und engagierten Art profitieren darf.
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Die Feierabende und privaten Wochenenden kommen bei Bruno gezwungenermassen
etwas zu kurz. Und trotzdem oder gerade deshalb, geniesst er den Gartensitzplatz
seiner Wohnung in Glattbrugg umso mehr, wo er abends gerne mal einen Klassiker
oder Krimi liest und sich vom Alltag erholt. Neben Inline-Skaten im Sommer haben
es ihm die Berge und das winterliche Tourenskifahren besonders angetan, wo er
sich seine Distanz zum Trubel und zur Hektik des Berufs- und Funktionärslebens
verschafft. Und irgendwo in die Berge wird er sich auch an seinem
bevorstehenden, runden Geburtstag zurückziehen und (mit einem Augenzwinkern) «Rückschau
halten auf die letzten 40 Jahre».
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