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Kunstturnen KnabenBegeisternder Turnsport in WallisellenAus Anlass seines 100-Jahr-Jubiläums bescherte der TV Opfikon-Glattbrugg der Region am letzten Wochenende ein Turnspektakel erster Güte. An der durch ein OK des TVO unter der Leitung von Jacky Laurino mustergültig organisierte Doppel-Veranstaltung, kämpfte zum einen der Kunstturner-Nachwuchs des Kantons Zürich um Medaillen und trafen sich anderseits die Junioren-Teams aus Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und der Schweiz zu ihrem traditionellen Kräftemessen in der Mehrzweckhalle in Wallisellen. Eine erfreulich grosse Zuschauerkulisse beim U-18-Vierländerkampf belohnte das grossartige Engagement der Organisatoren am Samstagabend. Dabei hätte auch das Resultat aus Schweizer Sicht nicht besser ausfallen können. Die vom neuen Juniorentrainer, Domenico Rossi, geführte Mannschaft, übertraf alle Erwartungen und verwies die favorisierten Engländer hauptsächlich dank einem sturzfreien Vortrag am Pauschenpferd und einem Traumresultat beim Pferdsprung auf die Plätze. Den dritten Rang sicherte sich Deutschland, vor den etwas glücklos kämpfenden Franzosen. Auch in der Einzelwertung glänzten die Schweizer und belegten hinter dem überragenden Briten, Reiss Beckford, mit Michael Meier und Oliver Hegi die weiteren Podestplätze.
Auch in sportlicher Hinsicht kann der TVO auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Im Rahmen der Kantonalen Nachwuchswettkämpfe waren dafür zur Hauptsache Thomas Kürsteiner als Sieger in der Kategorie P4 und Davide Bieri im EP (Einführungsprogramm) sowie Henjü Mboyo mit dem Gewinn der Silbermedaille im P2 besorgt.
Weil Thomas Kürsteiner nach langwierigen Knieproblemen erstmals wieder beschwerdefrei an den Start gehen konnte, war man gespannt darauf ob er bereits wieder an die Leistungsstärke der Vorjahre anknüpfen könnte. Doch allfällige Fragen dieser Art beantwortete Thomas ganz auf seine Weise. Er liess vom ersten Gerät (Boden) an keine Zweifel offen, dass ein Sieg wohl nur über ihn führen würde. Mit Höchstnoten an fünf von sechs Geräten, wies er am Ende seinen härtesten Widersacher, Adrian Pfiffner (Wädenswil), mit 1.65 P. Vorsprung klar in die Schranken. Einiges umkämpfter war hingegen die Goldmedaille im Wettkampf des EP. Der achtjährige Davide Bieri hatte dabei das glückliche Ende für sich und bescherte dem TVO mit einem Wimpernschlag von 0.05 P. Vorsprung auf Nick Möckli (Neftenbach) die zweite Goldmedaille. Den Ausschlag für seinen Sieg gab im Vergleich zu Möckli die etwas grössere Konstanz und die mit 10.70 P. von allen Konkurrenten am besten bewertete Barrenübung. Bei Oscar Pohl war von Anfang an der Wurm drin. So eröffnete er seinen Wettkampf am Barren gleich mit einem spektakulärer aber zum Glück glimpflich abgelaufener Sturz und auch in der Folge kam er bis auf seine Vortrag an den Ringen (12. Rang) nie so richtig auf Touren. Dass es ihm am Ende als 24. doch noch zu einer Auszeichnung reichte, entschädigte dann für Vieles. Marc Urech (38.) und der erst siebenjährige Domink Schlegel (41.) zogen sich achtbar aus der Affäre und trugen in dieser Kategorie zum erfreulichen dritten Mannschaftsrang bei. Im P2 ging Henjü Mboyo nach seinem letztjährigen Schweizermeister-Titel im P1 als Favorit an den Start. Dieser Rolle wurde er auch lange Zeit gerecht, doch dann geschah ihm beim hohen Spitzwinkel am Barren ein Missgeschick, das zum Sturz aufs Gerät führte und seinem Trainingskameraden Moreno Kratter (Rüti) den Weg zum Sieg öffnete. Im P1 hielt Sandro Meier die Vereinsfarben hoch. Gegenüber dem Saisonstart am Büli-Cup verbesserte sich um über zwei Punkte, was ihn in Wallisellen auf den guten 33. Rang brachte. Von Hochs und Tiefs war der Wettkampf von Nicolas Matzinger im P3 geprägt: Top-Resultaten am Boden (9,90 P., 5. Rang) und Reck (9.30 P., 6.) standen Flops an Ringen und Barren gegenüber. Ausgezeichnet wussten sich dann hingegen wieder die jüngste TVO-Magnesianer im EPA in Szene zu setzen. Mit heller Begeisterung waren sie bei der Sache und freuten sich über die besonders lautstarke Unterstützung aus dem Publikum. Am besten machte seine Sache dabei, Linus Schuler (Jg. 2002), der beim Medizinballlauf die Höchstnote 10 erreichte und im Schlussklassement den auszeichnungsberechtigten 11. Rang belegte. Zu seiner ersten Auszeichnung kam auch Siro Laurino (Jg. 2003), der seine stärksten Momente am Barren (9.40 P.) und Reck (9.80 P.) hatte und in der Gesamtabrechnung auf den 26. Rang kam. Pawan Zisch wurde für seinen sauberen Vortrag am Reck zurecht mit 9.90 P. belohnt und klassierte sich als 35. Gian Schmidt hatte da und dort noch etwas Mühe mit dem richtigen Übungsablauf und wurde am Ende 45.
Dieses Wochenende konnte damit für den TVO in jeder Hinsicht erfreulich abgeschlossen werden und bildete den erfolgreichen Auftakt in sein Jubiläumsjahr. Neben dem OK gilt vor allen den zahllosen Helferinnen und Helfern, die massgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben, ein ganz herzliches Dankeschön.
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