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Kunstturnen KnabenAuszeichnungen für TVO-Athleten am 90 Zürcher KunstturnertagEine rekordverdächtige Zahl von 450 Turnern aus der ganzen Schweiz wollte sich am Wochenende vom 5./6. Mai die Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung des Zürcher Kunstturnertages in der Chliriethalle in Oberglatt auf keinen Fall entgehen lassen. Mit dabei waren auch acht TVO-Magnesianer mit einigen Ambitionen auf Auszeichnungen und Medaillen. Die grössten Medaillenchancen hatte aus TVO-Sicht der Seriensieger der vergangenen und laufenden Saison, Thomas Kürsteiner, in der Kategorie P2. Im Hinblick auf die Schweizer Juniorenmeisterschaften (SJM), die am Pfingstwochenende in Lugano stattfinden, hatte er sein Programm vor allem am Pferd und Reck nochmals erschwert. Eine dieser zusätzlichen Schwierigkeiten, nämlich das Wandern im Querstütz über den ganzen Pferdkörper wurde ihm dann auch zum Verhängnis. Er stürzte bei diesem Element und konnte sich den dafür vorgesehenen Bonus von 0.6 P. nicht gutschreiben lassen. In der Folge konnte er diesen Rückstand auf seinen unwiderstehlich turnenden Trainingskameraden, Adrian Pfiffner (Wädenswil) nie ganz wettmachen, auch wenn er vor allem am Boden (11.8 P.) und an den Ringen (11.3 P.) eine Klasse für sich war. Am Ende musste er für einmal mit dem ungewohnten 3. Rang vorlieb nehmen. Selbstverständlich war damit aber auch die Selektion für die SJM geschafft, die er als Qualifikationssieger abschloss. Gespannt durfte man auch darauf sein, wie sich Simone Carecci im Kreis der besten Nachwuchsathleten der Schweiz in der internationalen Klasse P6 zu behaupten vermöge. Im vom Bülacher Routinier, Kevin Bachmann, mit 82.00 Punkten gewonnen Wettkampf der Elitekategorie hielt sich Simone prächtig und konnte sich als bester U16-Athlet im 18 Teilnehmer umfassenden Feld mit insgesamt 79.80 P. als 7. verdientermassen einen kantonalen Kranz aufsetzen lassen. Damit avanciert er nicht zuletzt zu einem Medaillenanwärter an den SJM. Auch in den Jugendkategorien hatte der TVO einige aussichtsreiche Medaillenkandidaten am Start. Bei den Jüngsten im Einführungsprogramm (EP) war das in erster Linie Jeremy Nathan, der bereits an den Nachwuchswettkämpfen mit einem vierten Platz auf sich aufmerksam gemacht hatte. Dieser Wettkampf gelang ihm hingegen nicht mehr ganz so gut, so musste er beispielsweise am Pilzgerät zwei kleine Unterbrüche in Kauf nehmen. Vor allem am Boden (10.20 P.) und am Reck (10.40 P.) wusste er aber mit seiner ausgezeichneten Körperbeherrschung zu überzeugen und durfte am Ende als 7. erneut eine Auszeichnung entgegen nehmen. Grosse Fortschritte waren in dieser Kategorie vor allem bei Jason Lischio festzustellen, der 39. von 65 Konkurrenten wurde und dem in absehbarer Zeit auch eine Auszeichnung winken dürfte. Noch etwas von diesem Ziel entfernt sind Sandro Meier (44. Rang) und Iyasu Hürsch (61.).
Nicht weniger als 132 Athleten präsentierte sich im P1 dem Kampfgericht. Mit Nicoals Matzinger und Hen Jü Mboyo versuchten auch zwei TVO-Turner in diesem Mammutfeld zu bestehen. Für Nicolas, von dem eine Klassierung in den Auszeichnungen erwartet werden konnte, ging es aber in der Hauptsache noch um die Qualifikation für die SJM: Mit einer beherzten Leistung am „Zürcher“ konnte er seinen Rückstand, den er sich an den Nachwuchswettkämpfen eingehandelt hatte, wettmachen und sich mit Rang 14 in der Tageswertung nicht nur die begehrte Auszeichnung. sondern auch noch den letzten Zürcher Startplatz an den SJM sichern. Der eigentliche Shootingstar in dieser Programmklasse war Hen Jü. Hatte den 9jährigen an den Nachwuchswettkämpfen ein Missgeschick beim Pferdsprung noch 5 Punkte gekostet und ihn um die Auszeichnung gebracht, sollte ihm das kein zweites Mal passieren. Der erst seit kurzem im Leistungszentrum in Rümlang trainierende Opfiker, der den Schwierigkeitsgrad seiner Übungen mit dem Einbau von Bonuselementen innerhalb von nur drei Wochen um sagenhafte 2.3 Punkte erhöht hatte, präsentierte diese - bis auf einen unbeabsichtigten Zwischenschwung am Barren - dann auch noch auf überzeugende Art und Weise, sodass am Ende gegenüber den Nachwuchswettkämpfen ein um über 10 Punkte besseres Resultat herausschaute. Verdienter Lohn für diese Leistungssteigerung war der hervorragende 18. Rang und die Auszeichnung am 90. Zürcher Kunstturnertag.
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