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89. Zürcher Kunstturnertag, 27./28. Mai in RümlangGold und Bronze für TVO-Athleten am Zürcher KunstturnertagRanglisten (alle PDF): EP, P1, P2, P5 Zwei Wochen vor den Schweizer Meisterschaften der Junioren (SJM) gab sich beinahe die gesamte nationale Konkurrenz beim Hauptanlass der Zürcher Kunstturner in Rümlang ein Stelldichein. Dabei avancierten Thomas Kürsteiner als souveräner Sieger der Kategorie P1 und Simone Carecci als Dritter der nationalen Kürklasse P5 in den Kreis der Titelanwärter. In der internationalen Kürklasse P6 wurden die Turner des Nationalkaders durch die "jungen Wilden" hart gefordert. Allen voran überzeugten die beiden Teilnehmer der Junioren-EM in Volos (GRE) Reto Heierli (Hinterthurgau) und Marc Barmettler (Luzern) mit stabilen Vorführungen, mit welchen sie sich schliesslich gleich hinter dem Sieger Flavion Fanconi (Wetzikon) die weiteren Podestplätze eroberten. Im Programm 5 war fast das gesamte Nachwuchs- und Juniorenkader am Start. Umso bemerkenswerter ist hier das Abschneiden von Simone Carecci, der bereits vom Mittelländischen Kunstturnertag als Sieger hervorgegangen war. Er überzeugte durch ausgeglichene Leistungen an allen Geräten, welchen ihn an der SJM in sämtliche Gerätefinals bringen würde. Dabei darf er sich neben dem Mehrkampf vor allem am Reck, an den Ringen und beim Sprung einige Medaillenchancen ausrechnen. Er wurde diesmal einizig vom Solothurner, Simon Nützi und von Marco Rizzo (Rorbas) - der vor allem am Boden und Pferd eine Klasse für sich war - übertroffen. Ebenfalls mit einem Meisterschaftsdiplom im Mehrkampf und an einzelnen Geräten darf Marc Landolf liebäugeln. Mit Abstrichen am Pferd, das er zweimal unfreiwillig verlassen musste, konnte er ausgezeichnet mit der Konkurrenz mithalten und durfte sich am Ende als 15. von insgesamt 33 Teilnehmern verdientermassen seinen ersten Kranz aufsetzen lassen. Ebenfalls auf dem Vormarsch befindet sich Christoph Meyer. Gegenüber dem Saisonstart an den Nachwuchswettkämpfen konnte er den Schwierigkeitsgrad seiner Übungen massiv erhöhen, was sich vor allem an den Ringen und am Barren positiv auf seine Endnote auswirkte, während er dafür am Pferd noch Tribut zahlen musste. Als guter 20. des Schlussklassements durfte er sich ebenfalls über seinen ersten Kranz freuen.
Einmal mehr einsame Klasse war Thomas Kürsteiner im P1. Seine mit Schwierigkeitsboni gespickten Übungen präsentierte er zudem in einwandfreier Ausführung, was ihm an nicht weniger als vier von sechs Geräten (Boden, Pferd, Ringe und Barren) die Höchstwertung eintrug. So konnte ihn dann auch ein Einbruch nach der Kippe am Reck nicht mehr daran hindern, den Wettkampf mit über einem Punkt Vorsprung auf den St. Galler, Fabio Litscher, klar für sich zu entscheiden und sich zudem als Kantonalmeister ausrufen lassen zu dürfen. Selbstredend gewann er damit auch die kantonale Ausscheidung für die SJM souverän, bei welchen er als Kronfavorit an den Start gehen wird. Thomas hat demnach also die besten Chancen, als erster Kunstturner des TVO einen nationalen Titel gewinnen zu können. Wir drücken die Daumen! Mit Nicolas Matzinger stand in dieser Kategorie noch ein weiterer TVO-Athlet im Einsatz. Gegen die versammelte nationale Konkurrenz war er als Neuling in dieser Kategorie von Anfang an chancenlos. Dennoch schaffte er es, sein derzeitiges Leistungspotenzial fast optimal auszuschöpfen und darf am Ende mit dem erreichten 63. Rang im 115 Turner starken Teilnehmerfeld - immerhin als sechstbester 97er des Kantons - mehr als zufrieden sein. Im P2 ging es für Dominic Landolf neben einer guten Klassierung auch um die Qualifikation für die SJM. Mit ausgezeichneten Vorstellungen vor allem am Pferd und an den Ringen (je 10.70 P.) sicherte er sich als 17. (65 Konkurrenten) nicht nur die begehrte Auszeichnung, sondern festigte auch seinen 6. Rang in der Qualifikationsrangliste und erreichte damit das angestrebte Ziel mit Bravour. Erstmals seit einigen Jahren hatte auch das Einführungsprogramm (EP) wieder einen Platz im Veranstaltungsprogramm des Zürcher Kunstturnertages. Der TVO nahm dieses Angebot gerne an und trat mit sechs Nachwuchsturnern im Alter zwischen 6 und 8 Jahen zum Wettkampf an. Auch wenn es noch für keinen zu einer Auszeichnung reichte, sind doch die Fortschritte unverkennbar und werden auch die noch zu vielen Schnitzer mit zunehmender Wettkampfpraxis sicher eliminiert werden können. Am besten schnitt wie schon an den Nachwuchswettkämpfen Hen Jü Mboyo ab, der die Auszeichnung als 28. lediglich um drei Ränge verpasste. Nur zwei Ränge hinter ihm klassierte sich Jeremy Nathan, welcher vor allem mit seiner Reckübung (9,70 P.) glänzen konnte. Einen, bis auf ein zuviel geturntes Rad am Boden, ausgeglichen guten Wettkampf turnte Nicolas Seiler (34.) während Nathan Melliger sein Potenzial nicht voll ausschöpfen konnte (37.). Die Zwillinge Thierry und Jason Lischio hatten neben diversen Patzern infolge fehlender Konzentration noch allzu sehr mit der korrekten Ausführung ihrer Übungen zu kämpfen und kamen nicht über die Ränge 48 und 49 hinaus.
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