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Juni 2002

Kunstturnen Knaben

Diplome für Marc Landolf und Christoph Meyer an den Schweizer Juniorenmeisterschaften

An den Schweizer Juniorenmeisterschaften (SJM) der Kunstturner vom 1./2. Juni in Schlieren klassierten sich Marc Landolf als 5. und Christoph Meyer als 8. im Wettkampf der Kategorie P1 und sicherten sich damit je ein Meisterschaftsdiplom.


Marc Landolf schwing sich auf einen
Diplomplatz an den SJM.

Erstmals in der Vereinsgeschichte war der TVO in diesem Jahr mit drei Athleten an der SJM vertreten. Den beiden 10jährigen, Marc Landolf und Christoph Meyer, durfte aufgrund der diversen Spitzenklassierungen im bisherigen Saisonverlauf durchaus eine Klassierung in den Top Ten zugetraut werden, während für den 11jährigen Simone Carecci bereits die Qualifikation für diese Meisterschaften im P2 einen riesigen  Erfolg darstellte.

Marc Landolf wuchs in Schlieren förmlich über sich hinaus und lieferte einen beinahe optimalen Wettkampf ab. Glanzstück war dabei einmal mehr sein Vortrag am Boden, wo er für seine bis auf einen Ausgangswert von 11,0 P. erschwerte Übung mit 10,25 P. belohnt wurde und damit die höchste Wertung der gesamten Konkurrenz an diesem Gerät erzielte. Hätte es in dieser Kategorie bereits Gerätefinals gegeben, dürfte er sich heute wohl Schweizer Meister am Boden nennen. Mit total 48,10 P. klassierte sich Marc, als bester Zürcher notabene, im hervorragenden 5. Schlussrang. Zudem eroberte er zusammen mit seinen Kameraden des Teams "Zürich", Marco Rizzo (Rorbas) und Janick Hitz (Rüti), die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung. Auch Christoph Meyer präsentierte sich in bester Wettkampflaune. Er war die Ausgeglichenheit in Person und erzielte an allen Geräten Noten über der Neun-Punkte-Grenze neben dem maximalen Bonus von 1,0 P. am "Pilz" - einem Hilfsgerät zum Erlernen des Pferdturnens und bestach vor allem durch seine Eleganz bei den Schwüngen am Barren, Reck und an den Ringen. Mit insgesamt 47.75 P. erreichte er als 8. - mit gleichhoher Endwertung wie der 7. - ebenfalls eine diplomberechtigte Klassierung.

Simone Carecci der erst seit dieser Saison in der Kategorie P2 turnt, hatte zum vornherein keinen leichten Stand. Auch er meisterte jedoch seine Aufgabe mit Bravour, wobei vor allem seine Leistungen in den Sprungdisziplinen Boden und Pferdsprung zu erwähnen sind, wo er sich je die Note 8,9 gutschreiben lassen konnte. Die 49,65 P. in der Gesamtabrechnung brachten ihn auf den 28. Rang.

Mit ihren ausgezeichneten Leistungen an den SJM qualifizierten sich zudem alle drei TVO-Athleten für den Kunstturnwettkampf am Eidgenössischen Turnfest vom 21. Juni in der Frenken-Halle in Liestal. Die P1-Turner werden dort ab 08:00 Uhr ihre Konkurrenz austragen, während Simone ab 09:40 Uhr im Wettkampf des P2 zu sehen sein wird.

Fortschreibung der Erfolgsgeschichte an den 85. Zürcher Kunstturnertagen

Am 8./9. Juni erlebten die traditionellen Zürcher Kunstturnertage in der Sporthalle Heuel in Rümlang ihre glanzvolle 85. Austragung. Mit von der Partie waren auch fünf TVO-Turner im P1 und einer im P2. Besonders gespannt durfte man aus Opfiker Sicht natürlich darauf sein, ob es Marc Landolf und Christoph Meyer gelingen würde, ihre Leistungen der SJM auch im 132 Turner umfassenden Feld am Zürcher bestätigen zu können. Sie zeigten auch am Zürcher keine Spur von Wettkampfmüdigkeit und stellten ein weiteres Mal ihre Klasse unter Beweis. Dank einem Plus an den Ringen (9,3 P.) und am Reck (9,4 P.) gelang es Christoph, seinen Vereinskameraden Marc in der Endabrechnung um einen Zehntelspunkt in die Schranken zu weisen und sich mit total 48,3 P. unmittelbar vor diesen auf den 4. Schlussrang zu setzen. Marc war am Boden wie gewohnt eine Klasse für sich und erreichte hier mit rekordverdächtigen 10,5 P. erneut die höchste Wertung der gesamten Konkurrenz. Erfreulich gut in Szene zu setzen wusste sich auch der 12jährige Mario Gut. Mit nur gerade zwei Vereinstrainings pro Woche schaffte er es, sich als 42. klar im ersten Drittel zu behaupten, wofür er verdientermassen mit einer Auszeichnung belohnt wurde. Nur um weniges stand ihm der um drei Jahre jüngere Lucas Landolf nach, dem mit Abstrichen an den Ringen ebenfalls ein ausgezeichneter Wettkampf gelang und als 52. ebenso eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen durfte. Etwas mehr Mühe, vor allem mit der sauberen Ausführung, bekundete Lukas Zähner. Er kam schliesslich auf den 126. Rang.

Eine weitere Steigerung gelang Simone Carecci im P2. Er gehörte am Sprung mit 9,2 P. gar zu den Besten, und mit konstant guten Leistungen auch an den anderen Geräten - an allen über 8,0 P. bewertet - gelang auch ihm als 17. von 59 Konkurrenten der Sprung ins erste Drittel, was auch ihm die begehrte Auszeichnung bescherte./bv.

Bruno Valsangiacomo top
 

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